Dirigieren und Workshops

Schon während meines Studiums in den 90er Jahren habe ich Kurse für Holzbläser-Kammermusik veranstaltet. Im Jahr 2001 wurde ich eingeladen, als Bläserdozent in die Wies zu kommen. Diese Tagung wird seit 1946 von der Werkgemeinschaft Musik e.V. (WGM) veranstaltet und gab mir die Möglichkeit, mich dirigentisch weiterzuentwickeln.

Seit 2008 läuft nun auch der Kammermusikkurs unter dem Dach der WGM, der mir jedes Jahr in der Woche nach Ostern die Gelegenheit gibt, mit ambitionierten Musikern eine Woche Kammermusik auf hohem Niveau zu machen. Im Laufe der Jahre haben wir neben bekannten Meilensteinen wie Mozarts «Gran Partita», Joachim Raffs Sinfonietta und den Serenaden von Richard Strauss auch zahlreiche unbekannte Werke zur Aufführung gebracht. Ein absoluter Höhepunkt war dabei sicherlich die Uraufführung der beiden Divertimenti des jungen Kaliforniers Cameron Gerhold, die im April 2015 in Anwesenheit des Komponisten in Düsseldorf stattfand. Mitschnitte der beiden Werke sind bei YouTube veröffentlicht ( Divertimento 1 und Divertimento 2). 2017 stand die Uraufführung einer von mir erstellten Harmoniemusik zu Mendelssohns Oratorium «Elias» im Mittelpunkt des Workshops und seines Abschlusskonzerts. Im Jahr 2018 waren wir mit dem Veranstaltung erstmals in der Kulturvilla Mettmann zu Gast. Hier der Bericht der Rheinischen Post - online.

Im Jahr 2011 übernahm ich die Orchesterleitung bei den Chor- und Instrumentaltagen im Haus Altfrid in Essen-Kettwig. Weiterhin probe ich regelmäßig mit den Bläsern einiger Orchester der Region, dem TonArt-Orchester Düsseldorf, dem Universitätsorchester Düsseldorf, der Akademie «Ski und Musik», der Rhein-Ruhr Philharmonie, der Philharmonischen Gesellschaft, dem Instrumentalverein Dortmund und dem Sinfonie-Orchester Niederberg. Seit dem Wintersemester 2016/2017 assistiere ich bei den Einstudierungen des Orchesters der Ruhr-Universität Bochum.

Zu meiner großen Freude habe ich im November 2017 die Leitung des Jugendsinfonieorchesters Solingen übernommen. Wir proben jeden Dienstag im Saal der Städtischen Musikschule und haben schon einige tolle gemeinsame Konzert gespielt:
2018 gab es das Sommerkonzert «JSO goes America» in der Martin-Luther-Kirche in Solingen, u.a. mit Bernsteins Ouvertüre zu «Candide», Charles Ives' «unanswered question» und Dvoráks Symphonie «Aus der neuen Welt». Hier eine Kritik aus dem Solinger Tageblatt.
Im Herbst folgte dann «flying keys3», ein gemeinsames Konzert mit dem Jugendchor der Muzicka Skola «Josip Slavenski» bildete den Abschluss einer unvergesslichen gemeinsamen Woche.

2019 gaben wir unsere Premiere im Theater- und Konzerthaus Solingen mit dem Sommerkonzert «JSO tanzt». Im Herbst reisten wir in Fortsetzung der «flying keys» zum Gegenbesuch zu unseren Freunden nach Belgrad, wo wir eine Woche mit unzähligen freundschaftlichen Begegnungen, vielfältigen kulturellen Begegnungen und einem umjubelten Abschlusskonzert verbrachten. Direkt im Amschluss nahmen wir erfolgreich Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb in der historischen Stadthalle Wuppertal teil, bei dem wir uns sowohl für den Bundeswettbewerb qualifizieren konnten als auch den Preis für die beste Interpretation der Auftragskomposition «Raptus» von Enjott Schneider gewannen.
Anfang 2020 konnten wir noch unser Debut im Orchestergraben des Pina-Bausch-Saals des Theater- und Konzerthauses geben in der Produktion «Malheur» des Tanztheaters «Meine Zeit - ein Raubtier». Kurz darauf traf uns - wie so viele Ensembles - die Corona-Welle und fast alle geplanten Veranstaltungen (dt. Orchesterwettbewerb in Bonn, «b:free», ein Beethoven-Projekt in Zusammenarbeit mit Concerto Köln in der Kölner Philharmonie, das Sommerkonzert) mussten ersatzlos entfallen.
Immerhin konnten wir - wie auch im Folgejahr - jeweils im Herbst ein Konzert in kleineren Besetzungen im Konzerthaus geben. Dabei kamen großartige Stücke wie Griegs Holberg-Suite, Elgars Streicherserenade und Guldas Cellokonzert zur Aufführung.

Seit November 2019 leite ich mit dem «Collegium Musicum» Ratingen ein Streichorchester. Auch unsere ersten gemeinsamen Projekte wurden durch Corona mehrfach verschoben, inzwischen haben wir aber die ersten Konzerte spielen können. Zuerst ein Programm mit den vier Wiener Klassikern, Haydns Violinkonzert in G-Dur, Mozarts frühe Symphonie in G, Beethovens erster Romanze für Violine und der zauberhaften 5. Symphonie von Franz Schubert.
Aktuell befinden wir uns in den Endproben für ein Programm mit italienischer Musik des Barock, im Mittelpunkt steht Pergolesis «Stabat Mater»

Im Jahr 2020 wurde mir die künstlerische Leitung des Amateur-Barock-Orchesters Köln anvertraut. Einmal im Monat treffen sich Musiker:innen und erarbeiten auf historischen Instrumenten (oder deren Kopien) ein barockes Orchesterprogramm. Auch diese Neugründung litt erheblich unter den Einschränkungen der vergangenen zwei Jahre, momentan sind wir guten Mutes, uns im Juni 2022 der Öffentlichkeit in einem ersten Konzert präsentieren zu können.

Im Herbst 2021 übernahm ich kurzfristig die Aufgabe, das Blasorchester Dabringhausen auf sein Neujahrskonzert im Januar 2022 vorzubereiten. Dies hat beiderseitig so viel Spaß gemacht, dass ich nun auch langfristig mit diesem Orchester zusammenbleiben werde.